Nicaragua

Land der tausend Vulkane

Das Land der tausend Vulkane, wird von einer Kette von 25 Vulkanen durchzogen und liegt zwischen der azurblauen Karibik und dem wilden Pazifik. Nicaragua hat sehenswerte koloniale Städtchen, bietet bezaubernde Inselgruppen und Süßwasserseen.

Nicaragua: Urlaub im Land der tausend Vulkane

Die Republik Nicaragua liegt zwischen Honduras und Costa Rica in Zentralamerika. Der Westen wird vom Pazifik und der Osten von der Karibik begrenzt. Vor ca. 3.000 Jahren wurde das Land von Nomaden aus Mexiko besiedelt. Seinen Namen hat es wahrscheinlich von einem ihrer Führer – einem gewissen Nicarao. Nicaragua ist ein kleines Land mit einer Fläche von 129.494 km², auf der ca. 5,7 Mio. Menschen leben. Die Hauptstadt ist seit 1853 Managua.

Nicaragua wird auch das Land der tausend Vulkane genannt, da es von einer Kette von 25 Vulkanen (einige davon sind heute noch aktiv) durchzogen ist. Die wichtigsten wirtschaftlichen Zentren und Siedlungsräume liegen an der Pazifikküste des Landes, die östlichen und südlichen Landesteile sind dagegen dünn besiedelt.

Die höchste Erhebung ist der Pico Mogotón mit 2.438 Metern. Der östliche Teil Nicaraguas ist mit Dschungel bedeckt. Hier leben die Nachkommen der ehemaligen afrikanischen Sklaven sowie Stämme der Miskito, Suma und Rama. Im Lago de Nicaragua – dem größten See Mittelamerikas herrscht ein großes Leben an Fischen und Meerestieren. Zudem befinden sich hier zahlreiche Inselgruppen – eine der schönsten Gegenden des Landes. Ganz Nicaragua ist von Flüssen und Bächen durchzogen, die oft die einzige Verbindung von Osten nach Westen darstellen.

Die Menschen in Nicaragua sind sehr aufgeschlossen und fast immer fröhlich, Besucher sind überall herzlich willkommen.

Sehenswürdigkeiten in Nicaragua

Nicaragua hat einige bezaubernde Städte, wie z.B. Granada. Die Stadt liegt zu Füßen des Vulkans Mombacho am Nicaragua See. Die Stadt Granada hat ihren kolonialen Stil bis heute bewahrt und ist durch ihren Charme und die fantastische Lage ein zentrales Glanzlicht für Reisende. Neben dem historischen Zentrum findet man schöne Strände, etwa 350 kleine Inseln im Nicaragua See, die vor tausenden von Jahren bei Vulkanausbrüchen des Mombacho Vulkanes entstanden sind und den 1.345m hohen Vulkan Mombacho, der ein herrliches Wandergebiet im Nebelwald anbietet.

Eine sehr traditionsreiche Stadt ist Blumenstadt Masaya, welche ca. 20km südlich von Managua liegt. Sie ist bekannt für Folklore und ihren farbenprächtigen Markt. In Masaya werden Kunsthandwerk aus dem ganzen Land, Lederwaren, Hängematten, etc. angeboten. Unser Tipp: Besuchen Sie eines der vielen Konzerte, bei dem sie die traditionellen Tänze der Bevölkerung kennen lernen können. Vor den Toren der Stadt befindet sich der Masaya Nationalpark. Er beheimatet zwei Vulkane, den Masaya und den Nindiri sowie die Lagune de Apoyo, die größte Lagune des Landes. Hier findet man gute Bedingungen zum Fischen, Tauchen, Segeln und weiteren Wassersportarten.

Auch ein Besuch der zweitgrößten Stadt des Landes León sollte auf keiner Reise nach Nicaragua fehlen. Die alte Stadt León liegt ca. 30km östlich des heutigen Standortes. Nach einem Ausbruch des Vulkans Momotombo im Jahr 1610 war die Stadt stark zerstört, die Bewohner bauten sie am heutigen Platz wieder auf. Die alte Stadt gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im neuen Leon befindet sich eine der größten Kathedralen in Mittelamerika, des Weiteren besticht sie mit vielen Grünanlagen, geschichtsträchtigen Kirchen und interessanten Museen (Leon ist das intellektuelle Zentrum des Landes). In der Umgebung von Leon liegen die Vulkane Santa Clara, Momotombo und Cerro Negro sowie der beliebte Strand Poneloya.

Ein herrliches Ausflugsziel ist die Insel Ometepe, die im Nicaragua See liegt. Die Insel besteht aus zwei Vulkanen, dem Concepción (1.610m) und dem Maderas (1.394m), die über eine Landenge miteinander verbunden sind. Die Insel ist ein Wanderparadies und beherbergt eine wunderschöne Lagune, Sandstrände, den San Ramón Wasserfall, grüne Sümpfe - eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, wie z.B. Schmetterlinge, Orchideen, Leguane, Kolibris und Affen.

Ein absolutes Highlight jeder Nicaraguareise sind die Corn Islands oder Islas del Maiz, die etwa 70km vor der nicaraguanischen Küste im Karibischen Meer liegen. Sie bestehen aus zwei kleinen Inseln, Big Corn und Little Corn. Auf beiden findet man wunderschöne Strände mit Palmen und exotischen Früchten – ein tropisches Paradies. Die Inseln waren früher ein sicherer Hafen für Piraten. Die alten Wracks dieser Zeit können noch heute besichtigt werden. Besonders anziehend ist auch das entspannte Lebensgefühl, das die Bewohner ausstrahlen, ein Teil stammt ursprünglich von den Westindischen Inseln (Jamaika & St.Vincent). Little Corn, die ursprünglichere der beiden Inseln gilt als Geheimtipp. Auf beiden Inseln gibt es kleine Hotels. Berühmt sind auch die köstlichen Gerichte mit Fisch, Languste und Hummer.

Das Hochland Nicaraguas ist geprägt von Landwirtschaft. Auf den grünen Hügeln herrscht ein angenehmes kühleres und trotzdem stets sonniges Klima. Hier wachsen neben vielen weiteren Pflanzen der aromatische, nicaraguanische Kaffee und der Tabak auf großen Plantagen. Matagalpa wird die „Perle des Nordens" genannt und ist das Handelszentrum der zahlreichen landwirtschaftlichen Produkte dieser fruchtbaren Region.

Nicaragua ist auch für seine Nationalparks, die eine immense Vielfalt von Planzen- und Tierarten beherbergen bekannt. Insgesamt gibt es in Nicaragua 78 Naturschutzgebiete. Der artenreichste ist das Rio Indio Maiz Naturreservat. Auf dem relativ kleinen Gebiet des Rio Indio Maiz Naturreservates (etwa 450.000 Hektar) befinden sich mehr Tiere, Bäume, Insekten und Vögel als in ganz Europa. Etwa vierhundert Vogelarten (darunte Aras, Tukane und Kolibris), zweihundert Reptilienarten, verschiede Arten von Wildkatzen, alle in Nicaragua bekannten Affenarten, Wildschweine, Gürtel- und Faultiere und sogar der Pumas und der Jaguar sind hier heimisch. Auch der weltweit einzige Süßwasser-Hai lebt in den Gewässern des Rerservates. Das Naturschutzgebiet Bosawas ist das größte Nicaraguas. Hier leben auch die indigenen Ureinwohner Mayanga und Miskito.

Weitere Reservate sind: Los Cayos Miskitos, das Miraflor Naturreservat, das Insel Juan Venado Naturreservat, der Vulkan Masaya Nationalpark, das Vulkan Mombacho Naturschutzgebiet, der Zapatera Archipelago Nationalpark, das La Flor y Río Escalante Chacocente Schutzgebiet und das Los Gatuzos Schutzgebiet und viele mehr.

Klima in Nicaragua

Nicaragua liegt in der tropischen Klimazone. Es gibt zwei Jahreszeiten. Die Trockenzeit dauert von Dezember bis Mai und die Temperatur liegt zwischen 27 und 32° C. Auch in der Regenzeit von Juni bis November scheint fast immer die Sonne und es ist heiß, jedoch kommt es fast täglich zu kurzen heftigen Regengüssen. Nicaragua kann dementsprechend das ganze Jahr über bereist werden. Das Land ist in drei größere Temperaturzonen unterteilt. In den Küstengebieten des Atlantiks und Pazifiks liegen die Temperaturen zwischen 21 und 32° C. In höheren Lagen des Landesinneren beträgt die durchschnittliche Temperatur etwa 20° C und in den Bergen ist es der Höhe entsprechend kühler.

Gesundheit:
Bei der direkten Einreise aus Europa sind keine Impfungen vorgeschrieben, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Erwachsene und Kinder anlässlich einer Reise zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen (siehe auch: http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, ggf. auch Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Für einen Langzeitaufenthalt ist Schutz gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Die durch Mücken übertragene Dengue-Virus-Infektion tritt in weiten Teilen des Landes auf. Ein ausreichender Mückenschutz ist ratsam, z.B. durch Moskitonetze, lange bedeckende Kleidung und mückenabweisende Mittel auf unbedeckten Körperpartien. Ein mittleres Risiko für Malaria besteht in den östlichen Regionen Atlantico Sur und Atlantico Norte, ein geringes Risiko in den zentralen Regionen und im Westen, sowie ein minimales Risiko im Rest des Landes. Als malariafrei gilt die Hauptstadt Managua und die Zentren der großen Städte. Welche Art von Schutz vor Malaria gewählt wird, sollte unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Allen Reisenden wird ein Mückenschutz wie gegen das Dengue-Virus vor Ort empfohlen. Leishmaniose kommt landesweit in geringer Fallzahl vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung ebenso wie die vorherige individuelle Beratung durch einen Tropen- bzw. Reisemediziner werden dringend empfohlen.
 
Ein- und Ausreisebestimmungen:
Eine Einreise nach Nicaragua zu rein touristischen Zwecken ist für EU-Staatsangehörige ohne Visum möglich. Es wird ein Touristenvisum ausgestellt, welches bis zu 90 Tage gültig ist. Eine Verlängerung kann bei der nicaraguanischen Einwanderungsbehörde (Migración) beantragt werden. Die bei Antragstellung vorzulegenden Unterlagen hängen vom Einzelfall ab. Bei der Einreise muss man eine Touristenkarte ausfüllen und den abgestempelten Durchschlag sorgfältig für die Ausreise aufbewahren. Diese Karte kostet derzeit 10 USD hinzu kommt eine Einreisegebühr von 2 USD. Bei der Ausreise wird ebenfalls eine Gebühr von 2 USD verlangt. 
 
Einreisedokumente:
Reisende benötigen einen gültigen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Kinder benötigen einen eigenen gültigen Kinderreisepass, auch dieser muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit 2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. 
 
Ortszeit:
Differenz zu Mitteleuropa beträgt -6 Std. 
 
Zahlunsgmittel in Nicaragua:
Währung ist der Córdoba Oro (NIO), unterteilt in 100 Centavos. In den Städten und in vielen größeren Ortschaften gibt es Geldautomaten, an denen man Bargeld mit der Maestro oder Kreditkarte bekommt. Kreditkarten sind in Nicaragua als bargeldloses Zahlungsmittel nicht sehr verbreitet. Sie können aber in gehobenen touristischen Einrichtungen oder besseren Geschäften verwendet werden. Es empfiehlt sich die die Mitnahme von US-Dollar in bar.
 
Sprache:
Die Amtssprache ist Spanisch. Grundkenntnisse des Spanischen sind in Nicaragua sehr empfehlenswert. Nur vereinzelt kann man sich auch mit Englisch notdürftig behelfen.

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