Vom Herzen Chiles bis zur Atacama-Wüste

Ein ganz persönlicher Reisebericht

Chile bietet seinen Besuchern eine Vielfalt von unterschiedlichen Klimazonen wie es nur wenige Länder der Erde können. Einerseits Südchile, mit seinen unglaublichen Eisgletschern, auf der anderen Seite der Norden, geprägt durch die Atacama-Wüste, der trockensten Wüste der Erde. Im Zentrum Chiles wartet die Hauptstadt, Santiago, mit seinem modernen, pulsierenden Leben auf die Besucher. Wer im Zentrum Chiles unterwegs ist und dem Großstadtflair eher wenig abgewinnen kann, den zieht es nach Valparaíso, einer beschaulichen aber einzigartig bunten und lebendigen Ortschaft.

Mein unvergessliches Abenteuer in Chile

Meine Reise begann natürlich in Santiago, wo wir einige Tage die Metropole des Landes erleben durften. Doch mein persönliches Highlight sollte noch kommen: Die Reise ging  mit einem kurzen  Inlandsflug Richtung Nordchile, in die Atacama Wüste. Gleich bei der Ankunft merkte ich Wüste ist nicht gleich Wüste. Wer jetzt ein Bild der Sahara vor Augen hat, muss umdenken! Die Atacama-Wüste ist trotz ihrer Trockenheit bewohnt und bietet Lebensraum, sowohl für Menschen als auch für die Tierwelt. Die Wüste ist mit Felsen gespickt und wenige genügsame Pflanzen haben dort ihren Platz gefunden. Die Skyline der Atacama-Wüste besteht aus mehreren, eindrucksvollen Vulkanen, die hoheitlich über der Wüste wachen. Mehrere Hotels, verschiedener Kategorien, zeugen von der Anziehungskraft dieser Region. Touristen überlaufen ist die Atacama-Wüste, trotz einiger Attraktionen wie dem 3. Größten Salzsee der Erde, bei weitem nicht. Die Wüste befindet sich auf ca. 2.500m. Und somit fast auf Alpenniveu. Einige Vulkane und Berge um die Wüste herum, erreichen Höhen bis zu 6.000m!

Bei unserer Ankunft in San Pedro de Atacama wurden wir von einem Lama willkommen geheißen. Die meisten Tiere dort sind den Umgang mit Menschen gewohnt und lassen sich auch von Touristen gutmütig begutachten. Gespuckt haben Sie nicht…sehr freundlich! Während unseres 4-tägigen Aufenthalts in der Atacama-Region standen mehrere Ausflüge auf dem Programm. Wir begannen mit einer Fahrt zur Cejar Laguna, einem eiskalten Salzsee, ca. 20 km von San Pedro de Atacama entfernt.  Nach einigen Anstichelungen durch unseren Guide, trauten sich einige Mutige von uns in den bitterkalten See. Erwähnenswert ist wohl, dass sich unter den mutigen nur Frauen und kein einziger Mann befand.

Auch am zweiten Tag besuchten wir eine Lagune. Die Chaxa Laguna beeindruckt durch die ungeheure Vielfalt an Flamingos die in mitten der Wüste ihren Lebensraum gefunden haben. Einfach unglaublich!

Der dritte Tag begann für uns noch vor Sonnenaufgang. Es stand ein Ausflug zu den Tatio Geysieren an, die am frühen Morgen aufgrund der niedrigen Temperaturen am deutlichsten sichtbar sind. Also machten wir uns in Dunkelheit und bei Eiseskälte auf um diesem beeindruckenden Naturschauspiel beizuwohnen. Die heißen Quellen während des Sonnenaufgangs waren ein bewegender und unvergesslicher Anblick. Die Höhe von über 4.000m setze mir besonders zu und mir wurde zeitweilig schwindelig. Hier gibt es die Möglichkeit in einigen heißen Quellen bei ca. 90 Grad zu baden, welche auch von Teilen unserer Gruppe genutzt wurde.

An unserem letzten Tag unternahmen wir eine Tour zum Valle de la Luna, was noch unvergesslicher werden sollte. Wir starteten unsere Reise Richtung Antafagaste. Nach einer abenteuerlichen Fahrt, auf zum Teil unbefestigten Straßen, erreichten wir unser Ziel, die Antafagasta Region. Wir waren nun grob 17 km von der Ortschaft San Pedro de Atacama entfernt. Eine der Sehenswürdigkeiten im Tal ist unter anderem die Salzformation Las Tres Marias („die drei Marien"). Unser Guide erklärte, dass man hier mit viel Fantasie drei Marien aus den Formationen erkennen könnte. Für das größten Teils katholische chilenische Volk, also ein wichtiger Ort. Zu Fuß ging es dann weiter zum besonderen Aussichtspunkts des Valle de la Lunas. Hier wanderten wir an einigen Dünen hoch, daher ist hier Besonders wichtig auf richtiges Schuhwerk zu achten. Rechtzeitig vor Sonnenuntergang oben angekommen, war ich vom Anblick  auf das Tal überwältigt. So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen! Der Anblick erinnert an die Oberfläche des Mondes, daher der Name Valle de la Luna auf Deutsch Tal des Mondes. Die wundervollen rosa und roten Töne die nun beim Sonnenuntergang entstanden, waren für mich einmalig. Kein Wunder, dass alle Mitreisenden von der Schönheit dieser Attraktion sprachlos waren. Dies war der perfekte Abschluss einer tollen Zeit in der Atacama-Wüste.

Mein Urteil: Wer Chile genau kennen lernen möchte, darf die Atacama-Wüste auf keinen Fall auslassen!