Machu Picchu und Huayna Picchu

Besuch in der Stadt in den Wolken

Machu Picchu, die Stadt in den Wolken liegt in der Klimazone des Bergnebelwaldes. Eher zufällig wurde die Inka-Stadt von dem US-Amerikaner aus Hawaii Hiram Binham entdeckt.
Machu Picchu, die legendäre Stadt in den Wolken, ist das unbestrittene Glanzlicht einer jeden Peru-Reise. Was viele nicht wissen: Der Huayna Picchu direkt neben dem "Alten Berg" Machu Picchu verleiht dem Besucher einen atemberaubenden Blick auf die Ruinenanlage.

Machu Picchu, die Stadt in den Wolken

Kaum eine andere Festung oder Inkaruine übt so viel Faszination auf seine Besucher aus. Jeder, der nach Peru reist, möchte die sagenumwobene „Stadt in den Wolken" sehen.  Und zu recht, wie ich meine. 

Machu Picchu bei Sonnenaufgang

Ich habe für uns eine Übernachtung in Aguas Calientes eingeplant. Nicht weil Aguas Calientes, am Fuße von Machu Picchu gelegen, ein so hübsches Dörfchen wäre. Tatsächlich ist Aguas Calientes ein Labyrinth an Pizza-Restaurants, Märkten, Hotels. Überall wird gebaut, alles pulsiert. Aber es gibt rein gar nichts Schönes. Morgens um fünf stehen wir an der Bushaltestelle für die Busse, die die Besucher hoch zu den Ruinen bringen. Meine Kinder gähnen und sind wirklich sehr unausgeschlafen….vorwurfsvolle Blicke durchbohren mich. Insbesondere als die Schlange hinter uns immer länger wird, der Bus aber noch immer nicht seine Türen öffnet. Dies geschieht erst eine Stunde später. Aber dann geht auf einmal alles ganz schnell. Einsteigen, Bus voll. Los geht's. Serpentine um Serpentine, nur eine kurze Fahrt. Die Formalitäten am Eingang gehen auch sehr schnell. Diesmal haben wir daran gedacht nur einen kleinen Rucksack dabei zu haben. Große Taschen müssen nämlich am Eingang abgegeben werden. Ein Blick zum Himmel verrät mir, dass die Sonne in Kürze über die Gipfel scheinen wird. Ich treibe meine Familie an. Ich habe einen Lieblingsplatz. Nahe des Sonnentors. Hier kommen diejenigen an, die den Inkatrail machen. Man hat einen atemberaubenden Blick über die komplette Anlage Machu Picchu. Doch der Aufstieg ist steil. Wir kommen rechtzeitig. Gebannt schaut unser kleines Grüppchen wie die Sonne ganz langsam die Inka-Ruinen in ein warmes Licht taucht. Zarte Wolken ziehen vorbei. Der Boden schwitzt die Feuchtigkeit der Nacht aus. Nur wenige Besucher sind bisher auf der Festung. Wir fühlen uns eins mit der Natur und der Geschichte dieses mystischen Ortes.

Einfach nur relaxen und die Wolken beobachten

Der Rest der Bande schwirrt aus. Ich lege mir meine Decke aus, aus meinem Rucksack wird ein Kopfkissen. Ich betrachte die Wolken, die vorbeiziehen. Ich stelle mir vor, wie die Menschen damals durch die Gassen eilten. Die Terrassen bestellt mit Mais und Kartoffeln bepflanzt. Lamas, die zwischen den Terrassen weiden. Sie lieferten den Inkas Häute, Fleisch und vor allem Wolle. Und natürlich war es das Lasttier der Bevölkerung. Wie heute.

Huayna Picchu, nichts für Leute mit Höhenangst

Schroffe Abgründe rechts und links der Festung. Atemberaubend tief hat sich der Urubamba-Fluß in den Fels gefräst und einen steilen Canyon hinterlassen, aus dem die Kondore morgens die Thermik nutzen um aufzusteigen. Die Anlage füllt sich langsam. Jetzt ist es so 9.00 Uhr. Ich packe meine Sachen, denn heute möchte ich den Huayna Picchu besteigen, den kleinen Bruder des Machu Picchu. Diesmal habe ich einen frühen Zeitpunkt für den Aufstieg gewählt, denn später ist der Berg komplett in der Sonne und dann wird es sehr warm. Der Aufstieg ist zwar mit weniger als einer Stunde nicht lang, aber er hat es in sich. Die steilen Abbruchkanten geben einem doch immer wieder ein mulmiges Gefühl. Wie gut, dass die wirklich schwierigen Stellen mit Stahlseilen gesichert sind.  Nach der ersten Etappe komme ich auf einer Art Plateau an. Hier sitzen ein paar Jugendliche und chillen, rauchen, hören Musik und genießen den wirklich wunderbaren Ausblick auf die Ruinenanlage Machu Picchus. Aber das reicht mir nicht…Nun kommt die Höhle. Hier muss man sich durch einen Felsspalt durchzwängen, um die letzte Etappe des Aufstieges zu schaffen. Nach weiteren atemlosen Momenten bin ich endlich ganz oben. Und haben den schönsten Weitblick und Ausblick auf die Ruinen von Machu Picchu, den man haben kann. Ich komme wieder!