Galapagos Inselsteckbrief
Auf Ihrer Kreuzfahrt oder während Ihres Islandhoppings von Insel zu Insel warten auf Sie faszinierende Erfahrungen mit der Tierwelt. Angefangen mit den Galapagos-Seelöwen, die die Sandstrände und die flachen Küstenstreifen bevölkern. Neben den Robben sind die Seevögel die vorherrschende Tiergruppe an der Küste. Albatrosse können aus nächster Nähe beim Brüten beobachtet werden, Fregattvögel begleiten Ihr Kreuzfahrtschiff und die arktischen Humboldtpinguine spielen mit Ihnen beim Schnorcheln. Besonders eindrucksvoll sind neben den Riesenschildkröten, die sie in unterschiedlichen Unterarten nicht zuetzt auf der Charles Darwin Station betrachten können, die Meerechsen. Charles Darwin hat sie einmal die "Kobolde der Finsternis" genannt. Diese Tiere haben sich als weltweit einzige Echsen das Meer erschlossen und können beim "Grasen" im Wasser beobachtet werden - sie leben fast ausschliesslich von Algen. Abends kehren Sie nach einem erlebnisreichen Tag zurück auf Ihr Kreuzfahrtschiff oder Ihr Insel-Hotel und lassen den Tag mit einem wunderbaren, glühend roten Sonnenuntergang ausklingen.
Ein Besuch des Galapagos Archipels beginnt meist mit einem kurzen Flug von rund 2 Stunden von Quito oder Guayaquil (Ecuador Festland) nach Baltra oder San Cristobal. Am Flughafen muss der Eintritt zum Nationalpark gezahlt werden. Es holt Sie ein hervorragend geschulter Nationalparkführer ab und bringt Sie an Bord Ihres Schiffes. Mit Ausnahme der bewohnten Inseln, darf keine Insel ohne Natürführer besucht werden und muss auch immer vor Sonnenuntergang verlassen werden. Je nach gewähltem Schiff oder Island-Hopping Programm werden die folgenden Inseln besucht:
Isabela
Die jüngste Insel des Galapagos Archipels ist bekannt für seine 5 aktiven Schildvulkane (Wolf, Darwin, Alcedo, Sierra Negra und Cerro Azul), der höchste Vulkan erhebt sich auf 1677m. Der Vulkan Sierra Negra eignet sich gut für einen Tagesausflug. Der Vulkan Alecedo ist Heimat einiger tausend Riesenschildkröten. Die Insel liegt genau auf dem Äquator und ist im Süden besiedelt. Dort ist das verträumte Hafenstädtchen Puerto Villamil. Der lange feinkörnigen Sandstrand des Städtchens eignet sich hervorragend, um dem Rest
der Welt den Rücken zukehren. Eine reiche Tierwelt erwartet den Besucher von Isabela: von der Meerechse bis zum Galapagos-Pinguin (Tagus Cove), Landleguane (Urbina Bay) sowie Flamingos und Stelzenläufer (Lagunen von Puerto Villamil).
Genovesa
14qm klein, in der Mitte liegt ein kleiner Vulkan von rund 76 m Höhe. Die Darwin Bay im Süden ist ein wunderbarer Ankerplatz. In den Felsen nisten Rotfußtölpel, Bindenfregattvögel, Galapagos-Wellenläufer. An den Klippen rund um die Darwin Bay finden sich Rotschnabel-Tropikvögel, Nasca-Tölpel und Gabelschwanzmöwen.
Santiago / San Salvador
Diese Insel zeichnet sich durch den rund 900 m hohen, erloschenen Vulkan im Nordwesten der Insel aus. Hier kann man sehr gut junge, bizarre Lavaformationen und Tuffwände bestaunen. Santiago war früher ein Priatenunterschlupf, die vornehmlich die Riesenschildkröten für den täglichen Fleischbedarf nutzten. Insbesondere an der Küste bei James Bay sieht man Galapagos-Seebären, Lavareiher, Krabbenreiher und rote Klippenkrabben.
San Cristobal
Die Insel hat rund 6.000 Einwohner, nicht zuletzt weil sie recht grün ist und eigene Wasservorkommen besitzt. Das Hochland hat einen Guaven-Dschungel. Die Provinzhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno bietet Surfmögichkeiten, Strände, Hotels und Bars. Der Ort ist oft der Ausgangspunkt für die Kreuzfahrten. San Cristobal ist bekannt für die Galapagos-Riesenschildkröten; Blaufußtölpel und Seelöwen der Isla Lobos, Fregattvögel am Cerro Tijeritas, Seevögel auf Punta Pitt.
Isla Fernandina
Diese Insel wartet mit einem gewaltigen, äußerst aktiven Vuklkan auf, dessen Gipfel rund 1500 Meter hoch ist. Die Insel liegt unweit von Isabela. Hier warten auf den Besucher weiße Sandbuchten zuweilen mit Mangrovenwäldern, eine große Seelöwenpopulation, Meer - und Lavaechsen, flugunfährige Kormorane, Galapagos-Pinguine und rote Klippenkrabben.
Floreana
Diese Insel hat Hügel von bis zu rund 600 m Hohe und blickt auf eine sehr bewegte Siedlungsgeschichte zurück. Es gab hier einmal ein Strafgfangenenlager. Es gibt hier gute Tauchgründe bei den vorgelagerten Inseln Champion und Enderby. Sie treffen auf Flamingos und Meeresschildkröten.
Santa Cruz
Es ist die zweitgrößte Insel und touristisches Zentrum mit vielen Hotels. Hier wohnen mit knapp 18 000 Einwohnern rund 2/3 der Bevölkerung von Galapagos. Eine zentrale Siedlung ist Puerto Ayora mit vielen Hotels, dem Flughafen und der vorgelagerten Insel Baltra. Es ist der Sitz der Charles Darwin Station. Santa Cruz hat eine bewaldetes Hochland und eine reiche
Tierwelt. Man stößt hier durchaus auch auf Rochen, grüne Meeresschildkröten und Haie beim Schnorcheln in der Caleta Tortuga Negra. Neben der bekannten Charles Darwin Station bei Puerto Ayora zählt zu den Glanzlichtern der Insel die Galapagos-Riesenschildkröten im Nationalpark La Caseta (El Chato), die Tortuga Bay mit einem wunderschönen Sandstrand und Nistplätzen von Reihern und die Landleguane des Cerro Dragon.
Bartolomé
Bartolomé wartet durch ein einzigartiges Lava-Panorama auf und die Felsspitze Pinnacle Rock zählt wohl zu den meist fotografierten Stellen des Archipels. Über Wasser sind es die Galapagos-Pinguine, die den Besucher verzaubern. Weißspitzhaie, Kaiser- und Papageifische sind nur einige der Bewohner der Unterwassserwelt.
Rábida
Die kleine Insel mit seinem roten Strand ist Tummelplatz von Seelöwen und hat einen Balsambaumwald. In ihren Salzwasserlagunen gibt es Enten, Flamingos und
viele andere Wasservögel zu bestaunen.
Española
Die spärlich bewachsene Insel ist ein Paradies für Vogelkundler! Neben den bunten Meerechsen, großen Lavaechsen und Galapagos-Bussarden, treffen Sie hier auf den Blaufußtölpel, die Galápagos-Taube, Galapagos-Albatrosse (die einzige Kolonie!) und Gabelschwanzmöven. Bei der südlichen Steilküste gibt es 20m hohe, gesyrähnliche Wasserfontänen (Blasloch) zu bestaunen.
Kreuzfahrt oder Islandhopping?
Islandhopping empfiehlt sich vor allem für jene Besucher, die nicht seefest sind. Sie wohnen auf einer oder mehreren Inseln und unternehmen von dort Tagesausflüge zu den Nachbarinseln. Spätestens am Abend haben Sie wieder festen Boden unter den Füßen. Auch ist Islandhopping in der Regel günstiger als eine Kreuzfahrt und gibt Ihnen mehr Freiheit zur persönlichen Gestaltung Ihres Programms.
Für die Kreuzfahrt spricht, dass - je nach Route - Inseln und Buchten angefahren werden, die per Islandhopping in einem Tagesausflug nicht erreichbar sind. Nicht zu vergessen die atemberaubenden Sonnenunter- und Sonnenaufgänge, die man auf einem Kreuzfahrtschiff erlebt!
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