$file.description Bolivien

Authentizität und Tradition

Bolivien liegt im Herzen Südamerikas und steht leider noch immer im Schatten seiner Nachbarländer wie Peru oder Chile. Wir meinen zu unrecht!

Bolivien - Die ursprüngliche Seele Lateinamerikas

Wer das ungeschminkte ursprüngliche andine Südamerika sucht, wird in Bolivien ganz sicher nicht entäuscht. Das ärmste Land Südamerikas bietet zwar noch wenig touristische Infrastruktur, punktet dagegen aber mit einer besonderen Authentizität und Traditionsverbundenheit. Bolivien ist wild und unberührt. Reisende müssen sich auf unvorhergesehene Erlebnisse einstellen - nicht zuletzt weil Wetter oder aber Streiks immer wieder zu Mobilitätseinschränkungen führen. Ein Land für Abenteurer und erfahrene Reisende!

Boliviens Regionen

Bolivien lässt sich in 3 Regionen einteilen: Das Altiplano (Rund um den Titicacasee, La Paz, Oruro, Potosí), das "subandine Bolivien" (Cochabamba, Chuquisaca, Tarija) und die tropische Zone (Santa Cruz, Beni, Pando). La Paz ist Regierungssitz, Hauptstadt des Landes ist Sucre, die einflussreichste und zweitgrößte Stadt des Landes ist Santa Cruz.

Boliviens Sehenswürdigkeiten

Weithin bekannt und ein zentraler Höhepunkt einer jeden Bolivienreise, ist der höchste schiffbare See, der Titicacasee. An der Grenze zu Peru gelegen, beherbergt der bolivianische Teil des Titicacasees den ursprünglicheren Teil der Region. Der "Lago Sagrado de los Incas" (de heilige See der Incas) liegt auf 3.830 m hat eine Tiefe von bis zu 283 Metern und ist über 8.400 qkm groß. Im und um den See herum befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Copacabana, einer sehr wichtiger Wallfahrtsort Boliviens. In der dortigen Basilika findet sich die Schutzheilige des Titicacasees "Virgen Morena", die "Dunkle Jungfrau". Ein weiteres Glanzlicht der Region Titicaca ist die "Isla del Sol" (die Insel der Sonne), etwa 1,5 Stunden von Copacabana mit dem Motorboot entfernt. Hier befinden sich wichtige präkolumbianische Monumente wie die Treppe der Inka, der Inkatempel und der Inkabrunnen. Die Isla del Sol ist deswegen so bedeutsam, weil nach der Legende dort der Sonnengott Inti seine Kinder, den ersten Inka Manco Capac und Mama Ocllo, auf die Erde hat hinab steigen lassen. Unweit der Sonneninsel befindet sich die Mondinsel, "Isla de la Luna", von der man einen unvergesslichen Blick hat und welche ebenfalls zahlreich Ruinen beherbergt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Insel Suriki ("Isla del Suriki"), wo Fischer und die legendären Bootsbauer der Tortora-Schiffe (der Schilfschiffe) leben.

Im Departamento von Potosí findet sich die gleichnamige Stadt mit dem bekannten Berg "Cerro Rio", dem "reichen Berg" (4.700 m), der in der spanischen Kolonialzeit unschätzbare Reichtümer an Silber hervorgebracht hat. Potosí sollte auf keiner Bolivienrundreise fehlen. Noch heute wird dort Zink und Silber unter schwierigen Bedingungen gefördert. Die Stadt Potosí ist ein koloniales Städtchen (seit 1987 auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbe), mit vielfältigen Attraktionen. Nicht verpassen sollte man bei einem Stadtrundgang durch Potosí das Kloster Santa Terea und das königliche Schatzhaus, die "Casa de la Moneda", sowie die Kirchen La Compañía, San Francisco, San Lorenzo und San Martín.
Im Südwesten des Departamentos Potosí befindet sich mit einer Oberfläche von rund 10.600 qkm auf einer Höhe von rund 3.650 m das größte Salzreservat der Welt, der Salar del Uyuni. Mineralien geben den dortigen Lagunen wunderbare Farben wie rot, grün, gelb und blau. Die am meist besuchten Orte in der Region des Salar de Uyuni sind natürlich das gleichnamige Örtchen mit seinem "Bahnfriedhof" aus dem Jahre 1890,  das ehemalige Zentrum der Silberherstellung "Pulacayo" und der "Trockene Hafen" (Puerto Seco) Colchani, wo der Salzabbau hautnah miterlebt werden kann. Auch die farbenfrohen Lagunen (Laguna Colorada und Laguna Verde) sind einen Besuch wert, ebenso wie die Isla Pescado mit seinen bizarren Gesteinformationen mitten im Salar.
Sucre (2.800 m), die konstitutionelle Hauptstadt von Bolivien, liegt im Departamento de Chuquisaca und trägt auch den beinamen die "Weiße Stadt". Weißgetünchte Häuser und die alte koloniale Architektur machen Surcre zu einem wahren Kleinod und einer der bestehraltensten Kolonialstädte ganz Südamerikas. Nicht überraschend also, dass Sucre zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Durch ihre relative Nähe zu Potosí profitierte die Stadt während der Kolonialzeit und der Hochzeit des Silberabbaus, denn hier wurden die Silbervorkommen verschifft. Daher trug die Stadt Santa Cruz ehemals den Beinamen "Rio de la Plata". Unser Tipp: Besuchen Sie auch den Sonntagsmarkt des nahe gelegenen Dörfchens Tarabuco während Ihres Bolvien-Urlaubs.
Santa Cruz, Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos in Bolivien, liegt im Tiefland und ist sehr landwirtschaftlich gesprägt. Weite Pampas mit Rinderherden, Zuckerrohr, Kaffee und Reisanbau prägen die Landschaft. Darüber hinaus verfügt die Region über sehr große Öl- und Erdgasvorkommen. Santa Cruz ist eine reiche Stadt und die zweitgrößte des Landes Bolivien. Eine Vielzahl von Ausflügen lassen sich in der Umgegend unternehmen, wie z.B. ein Besuch des Nationalparks Parque Nacional Amboró, wo riesige Baumfarne und bizarre Tafelberge die wilde Gegend des Bergnebelwaldes prägen. Unser Tipp: Informieren Sie sich über die Ruta del Ché! Von San Javier bis San José de Chiquitos liegen auf einer Strecke von rund 450 km zahlreiche Jesuiten-Missionen. Hier lebten ehemals zwischen 2.000-3.000 Chiquito und Guaraní-Indianer unter Aufsicht der Jesuiten-Pater. Wer während seines Bolivien-Aufenthaltes zeit mitbringt, sollte die Jesuitenroute einplanen.
Cochabamba, gelegen im Departamento Cochabamba, liegt auf 2.558 m im Herzen des Landes und verfügt über eine fruchtbare Landwirtschaft mit Mais, Gerste, Weizen und Obst. Sie ist ca. 200 km von La Paz entfernt und sehr gut an die Hauptstadt angebunden. Wahrzeichen und über die Stadt wachend ist eine 40m hohe Christusstatue, der "Cristo de la Concordia". Es heißt Cochabamaba habe den größten Straßenmarkt Südamerikas "La Cancha". Auch sehenswert ist das "Machu Picchu Boliviens" – die Inkafestung Incallajta. Im Parque Nacional Toro Toro findet sich eine eindrucksvolle Landschaft mit tief eingeschnittenen Canyons, wo der Andenfuchs und die Andenkatze ihre Heimat haben. Zentrales Glanzlicht des Parks sind die 2.500 Dinosaurierspuren, die ein Alter von 60 Millionen Jahren haben.
Boliviens grüne Lunge, das Amazonastiefland, sollte auf keiner Bolivienreise fehlen. Im Nordosten von Cochabamba befindet sich die Gegend von Chapare, das Hauptanbaugebiet der Cocapflanze und Schauplatz diverser politischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und Boliviens. Die pittoreske Kleinstadt Villa Tunari am Río Chapare hat wunderschöne Badeplätze und ist ein beliebtes Wochenendziel der Einwohner Cochabambas. Von hier aus lassen sich auch Urwaldtouren in den Regenwald Boliviens unternehmen. Unser Tipp: Informieren Sie sich über das Tierschutzprojekt Inti Wara Yassi, ein Besuch ist sehr lehrreich.
Die tropischen Yungas Boliviens lassen sich sehr gut von La Paz aus besuchen. Die legendäre Todesstraße nach Coroico führt vorbei an diversen Klimzonen mit wunderschönen Blicken auf steile Felsschluchten. Nach einer atemberaubenden Tour lädt das hübsche Städtchen Coroico ein, sich in einem seiner zahlreichen Cafés und Restaurants auszuruhen.
Die Bevölkerung Oruros hält an den alten Traditionen und andinen Zeremonien an alten heiligen Stätten fest. Die Stadt der immerwährenden Sonne ist touristisch eher unbedeutend. Das beschauliche Minen-Städtchen auf 3.800 m gilt jedoch als die folkloristische Hauptstadt Boliviens. Im bunten Treiben des Karnevals zeigt sich die Verschmelzung des alten präkolumbianischen Erbes, des Inkabrauchtums und der Kolonialherrschaft.

Tipp

Wer sich noch nicht auf einen Urlaubszeitraum für seine Bolivienreise festgelegt hat, sollte unbedingt den Karneval von Oruro (3 Tage bis Rosenmontag) oder den Karneval von Tarabuco im März einplanen.

Wandern in Bolivien

Bolivien ist ein Paradies für Bergsteiger, Trekking-Begeisterte und Wanderer, die unvergessliche Weitblicke und Landschaften suchen. Ob Tagestour ab La Paz, Wanderungen rund um den Titicacasee, in der Cordillera Real (Königskordillere), sowie Wanderungen in der Region Sorata oder der Cordillera Apolobamba: Wir organisieren zusammen mit erfahrenen Wanderführern und Bergsteigern gerne Ihre Wanderreise oder Ihre Trekkingtour. Sprechen Sie uns an und wir planen Ihre individuelle Wanderreise durch Bolivien!

Die beste Reisezeit für Ihre Reise nach Bolivien

Die günstigste Reisezeit für Bolivien ist die Zeit von Ende April bis Ende Oktober. In dieser Trockenzeit der Anden gibt es große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Es ist auch die Trockenzeit im Urwald.  Die starken Regenfälle haben ihren Höhepunkt im November und Dezember. In der Regenzeit unbedingt Einschränkungen der Verkehrsverbindungen einplanen!

Gesundheit:

Alle Reisenden, die älter als 12 Monate sind, müssen bei Einreise aus allen Ländern ein Gelbfieber-Impfzertifikat vorweisen können. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.

Einreise:

Zur Einreise als Tourist nach Bolivien ist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass notwendig. Bei Ankunft an den Flughäfen in La Paz und Santa Cruz wird eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von 90 Tagen im Pass eingetragen. Um Probleme bei der Wiederausreise zu vermeiden, sollten alleinreisende Minderjährige oder bei der Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil Vollmachten der gesetzlichen Vertreter bei sich tragen.

Links:

Weiterführende Informationen

http://www.bolivia.de